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Aktualisiert: 07.09.2008


Studiengang KlassenlehrerIn mit Fach Handwerk und bildende Kunst

Das Künstlerisch-Handwerkliche als persönlichkeitsfördernde Kraft nimmt in Waldorf-Schulen einen wichtigen Platz ein. Daher bedarf es Lehrerinnen und Lehrer, die Enthusiasmus für kunstpädagogisches Wirken haben und es als Aufgabe sehen, ihre Fähigkeiten darin täglich zu erweitern.
Handwerk und bildende Kunst (HBK) heißt am Institut eine vielseitige und umfangreiche Fachlehrerausbildung.

Das Studium

Zunächst sind im Studium drei grundlegende Orientierungen verankert:
• Die Ausbildung handwerklicher Fähigkeiten
• Das eigene Erleben und Gestalten künstlerischer Schaffensprozesse
• Die methodisch-didaktischen Grundlagen des künstlerisch-handwerklichen Unterrichts in der jeweiligen Entwicklungsphase des Kindes.

Kernbereich der Fachlehrerausbildung ist:
• Malen und Zeichnen
• Plastisches Gestalten
• Holzwerken

Handwerk in der Fachlehrerausbildung:
• Schreinern
• Kupfertreiben
• Schmieden
• Töpfern

Für alle künstlerisch-handwerklichen Bereiche stehen jeweils eigens Räume mit entsprechenden Einrichtungen und Maschinen zur Verfügung.

Auf Wunsch können ergänzend Kurse zum Bürstenbinden, Seildrehen, Korbflechten, Metallgießen, Buchbinden oder Linoldruck eingerichtet werden.


Neben den handwerlich-künstlerischen Kursen hat jeder Student des 1. Fachstudienjahres die Aufgabe, sich mit der Biographie eines Künstlers und dem historischen Raum von dessen Lebenszeit zu befassen. Zu dieser Arbeit gehört es, sich praktisch in das Schaffen des Künstlers einzuleben, aus den so entstandenen Werken eine Ausstellung zu konzipieren und durchzuführen, einen Vortrag über den Künstler und die eigenen Erfahrungen an dessen Werk zu halten sowie eine entsprechende schriftliche Arbeit einzureichen.

Studierende des 2. Fachstudienjahres führen ein Fachpraktikum in einer Waldorfschule durch. Bestandteile des Fachpraktikums sind: Hospitationen, eigenständige Vorbereitung auf das Unterrichten, eigenständiges Unterrichten, Unterrichtsbesuche von Fachdozenten sowie schriftliche Unterrichtsberichte und -dokumentationen.

Studierende des Abschlusskurses wählen für ihre Abschlussarbeit ein fachbezogenes Thema, welches eine mehr handwerklich-praktische oder eines mehr künstlerisch-bildnerische Ausrichtung haben kann. Bestandteile der Abschlussarbeit sind der Praktische Teil, eine Ausstellung und eine Präsentation.
Aufnahmebedingungen

Wir erwarten von den BewerberInnen ein ausgesprochenes Interesse an Kunst und Handwerk und die Bereitschaft, sich mit kunstpädagogischen Fragen auseinander zu setzen. Persönliches Engagement ist außerdem unerlässlich. Über die Aufnahme ins Fach entscheiden die FachdozentInnen in einem persönlichen Gespräch. Eine Mappe mit Arbeiten oder Fotos ist hilfreich.

Unter besonderen Voraussetzungen des Studienbewerbers / der Studienbewerberin kann auch ein reines Fachstudium absolviert werden.


Perspektiven

AbsolventInnen der Ausbildung zum Klassenlehrer mit Fachstudiengang HBK können neben der KlassenlehrerInnen-Tätigkeit auch als FachlehrerIn die sogenannten waldorfspezifischen Fächer im Bereich Handwerk und bildende Kunst von der 4. bis 12. Klasse unterrichten. Weitere Möglichkeiten, in den bildenden Künsten pädagogisch tätig zu werden, gibt es zum Beispiel in Sonderschulen, Heimen und Freizeitschulen.

 
Aktionen des Fachbereiches Handwerk und Bildende Kunst

"BILDungsBEWEGUNG" seit 2004