INTERKULTURELLE KOMPETENZ (IKD)

Fächerübergreifende Fortbildung

Bereich I - Interkulturelle Kompetenz

mit Antje Bek

Drei Seminarblöcke

23./24.11.2018  //  07./08.12.2018 // 01./02.02.2019 - jeweils freitags 16 h bis samstags 16 h.

Themen

Die Teilnehmer*innen sollen in interkulturellen Situationen bewusster, einfühlsamer und sicherer handeln können. In dieser Fortbildung soll es um die Ausbildung von Handlungskompetenzen im kulturübergreifenden Kontext gehen. Es stehen nicht Informationen über einzelne Kulturen im Vordergrund, sondern durch  Übungen, anschließende Gespräche und einzelne Inputs soll die Bewusstseinsbildung so angeregt werden, dass verstärkte Sicherheit und Empathie im Umgang mit interkulturellen Situationen entwickelt werden kann. Welche (unbewussten) Vorurteile, Stereotype, Normen und Werte habe ich selbst? Machen sie Sinn? Wie gehe ich bewusst damit um? Daneben sollen Fragen bewegt werden, wie interkulturelle Kompetenz an Waldorfschulen vermittelt werden kann und in welchem Rahmen Waldorfpädagogik selbst interkulturell sein kann bzw. ist. Diese Veranstaltung ist insbesondere auch für Fremdsprachenlehrer geeignet!

Die Fortbildung richtet sich an

Klassenlehrer*innen, Lehrer*innen für Deutsch als Zweit-/Fremd-/Zielsprache 

Arbeitsweise

Übungen, Rollenspiele, Gesprächsgruppen, Inputs 

Teilnahmegebühr

180,00 €

Bereich II - Traumapädagogik

mit Mitja Kraugmann, Dortmund

Termine

14.01.2019 | 16.01.2019 | 21.01.2019 | 23.01.2019 | 28.01.2019 | 30.01.2019 | 01.04.2019 | 03.04.2019 | jeweils von 15:30 - 18:30 Uhr

Themenfelder

  • traumasensible Pädagogik
  • Einführung in die Psychotraumatologie
  • Anzeichen posttraumatische Belastungsstörungen erkennen können
  • Auswirkungen von Traumatisierungen auf Kinder und Jugendliche
  • Traumapädagogik
  • Stabilisierung
  • Trauma und Bindung
  • Beziehungsdynamik in der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen
  • Übertragungsphänomene kennen lernen
  • Umgang mit Berufsrisiken und retraumatisierenden Situationen
  • Selbstfürsorge
  • Kinderbesprechung unter traumapädagogischen Gesichtspunkten
  • Flucht, Vertreibung und Krieg als Auslöser von Traumata verstehen
  • das eigene Pädagogische Handeln unter traumapädagogischen Aspekten reflektieren lernen
  • Imagination als stabilisierende Kraft
  • traumapädagogische Haltungen kennen lernen und entwickeln
  • Mindfullness als Chance für die pädagogische Arbeit

 

Arbeitsweise

Lehrervortrag, Unterrichtsgespräch, Kleingruppenarbeit, künstlerische Übungen, praktische Übungen, stabilisierende Imaginationen

Mitja Kraugmann

Klassenlehrer mit Fach Sonderpädagogik/Heilpädagogik, Zusatzqualifikation in Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung (DeGPT), Erlebnispädagogin

Teilnahmegebühr

180,00 €

Bereich II - Clowning - ein Weg in der Traumapädagogik

mit Angela Hopkins, nose to nose - Potsdam

Termin

03.05.2019, 15 h bis 05.05.2019, 13 h

Themen

Mit Clowning wollen wir uns dem Thema Traumatisierung annähern. Wir erleben eigene Reaktionsweisen und wie wir selbst mit Situationen umgehen, erfahren einen hilfreichen Umgang mit der eigenen Verletztheit. Das Thema Selbstfürsorge als Vorraussetzung des Helfens wird ebenfalls angesprochen.

Beim Clowning geht es darum, aus der Wahrnehmung des Moments spontan kreativ und improvisierend in Beziehung zum Mitmenschen und zum eigenen Umfeld zu treten. Das fördert eine erhöhte Wahrnehmung der Umwelt und eine Zentriertheit in sich selbst - für die Traumapädagogik eine wichtige Erfahrung. Clowning ist ein Weg des Loslassens und zugleich der künstlerischen Gestaltung. Es ist eine Wesensbegegnung und spricht den Menschen direkt im Herzen an. Es handelt sich um eine sinnvolle, sinnstiftende, beziehungsschaffende Begegnung, die alle Betroffenen dem Alltag enthebt und uns in einen warmen zwischenmenschlichen Raum führt. Das Clowning  bietet die Chance das Selbstbewusstsein zu entwickeln und die Sicherheit in die Wogen des Lebens zu finden, dass sich aus der Präsenz Möglichkeiten des Handelns und eine traumasensible Haltung ergeben. Dieses Erleben kann später auf die Arbeit im Pädagogischen übertragen werden. 

Wir arbeiten in einer Gruppe mit nicht mehr als 16 Teilnehmern. Wir beginnen uns mit Spielen sowie mit Stimm- und Körperübungen aufzuwärmen. Wir fahren mit Improvisationen auf einer Bühne (alleine oder mit anderen) fort. Jede Improvisation wird nachbesprochen, um die positiven und wichtigen Aspekte unseres Clowns und wie er mit uns lebt, hervorzuholen. Dies alles geschieht behutsam und respektvoll für den Einzelnen, innerhalb eines Rahmens von Regeln, die ein sicheres und schützendes Umfeld bieten.

Angela Hopkins

Geboren in Bristol (UK), aufgewachsen in UK und Deutschland, von Natur aus schüchtern. Mutter von vier Kindern, Mitbegründerin von Timeout - einer ganzheitlichen Jugendhilfe-Einrichtung, Waldorf-Englischlehrerin und Projektmanagerin, Köchin auf schottischen Wandertouren, und Clowning Facilitator: durch jeden Aspekt ihres Lebens ziehen Spiel, Verspieltheit und Freude als roter Faden. Mehr über nose to nose

Teilnahmegebühr

100,00 €

Bereich III - Herausforderung Zeitgeschehen

mit Griet Hellinckx, Witten

Termine

11.05., 25.05. und 29.06.2019, jeweils 09:00 bis 19:00 h.

Arbeitsweise

Lehrervortrag, Unterrichtsgespräch, Kleingruppenarbeit, praktische Übungen, Gäste, Filme

Themenfelder

  • Auswirkungen von Kolonialismus und Globalisierung, „global goals“ der UN
  • Politische Lage, kulturelle und religiöse Eigenheiten der Länder, wo Flüchtlinge herkommen
  • Willkommenskultur vs. Rassismus – die Auseinandersetzung mit der Diskussion um Flucht und Asyl
  • Grundwissen in Bezug auf die Weltreligionen (Schwerpunkt Islam)
  • Interreligiöser und interspiritueller Dialog
  • Werte und Werte-Entwicklung, sowie Genderfragen
  • Ansätze einer universellen Spiritualität und einer säkularen Ethik
  • Eigenstabilisierung, Selbstsorge und Resilienz
  • Biographiearbeit, Schulung von Positivität, Geduld, Achtsamkeit, Empathie
  • Soziale Ressourcen bilden und stärken (Storytelling, Kreisarbeit)

Themenschwerpunkte der drei Tage

Samstag, 11.05.2019:Umgang mit unterschiedlichen Werten in einer offenen, pluralistischen Gesellschaft
Samstag, 25.05.2019:Religion und Spiritualität
Samstag, 29.06.2019:Kolonialismus und Globalisierung

Teilnahmegebühr

180,00 €

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