IMPROVISATION

Besonderheiten des Schulmusikstudiums in Witten/Annen

Neben den für ein Schulmusikstudium selbstverständlichen künstlerischen und fachwissenschaftlichen Inhalten bietet der Studiengang Schulmusik Witten/Leiden noch einige weitere Besonderheiten.

Der Bereich Improvisation basiert auf einem Konzept, das alle Klassen- und Altersstufen umfasst und vom improvisatorischen Umgehen mit dem eigenen Körper als Instrument, wie er in den ersten Klassen vorherrscht, bis zum Improvisieren als Grundlage gemeinsamen Musizierens und auf der Basis musiktheoretischen Wissens in der Oberstufe reicht. Dabei sind jazz-, rock- und popmusikalische Elemente ebenso eingeschlossen wie die Atonalität in der Musik des 20. Jahrhunderts.

 

 

Im Sinne der seit Mitte der 1970er Jahre erhobenen Forderungen nach einem handlungsorientierten Musikunterricht ebenso wie auf der Grundlage des derzeit meistdiskutierten Konzepts des Aufbauenden Musikunterrichts befindet sich das Wittener Ausbildungskonzept an der Spitze der gegenwärtigen musikdidaktischen Entwicklung.

Prof. Dr. Mechthild von Schoenebeck, TU Dortmund Fakultät Kunst- und Sportwissenschaften, Institut für Musik und Musikwissenschaft 

Inhalte

Es gibt etliche Improvisationsansätze mit je unterschiedlichen Ausgangspunkten und Zielsetzungen. Viele werden inzwischen auch in Musikunterrichten aller Schulformen verfolgt. Im Bereich der Waldorf-Pädagogik wurde darüber hinaus eine Reihe von improvisatorischen Zugängen zu Musik entwickelt, die sowohl den phantasievoll-kreativen Umgang mit Klingendem ermöglichen, als auch Wege bereiten, sich Musik in ihren verschiedensten Ausprägungen – als historisches Zeugnis, als zeitstilistisch Besonderes, als theoretisch Erfassbares, als Träger von Botschaften, als Wirksames, schließlich und nicht zuletzt als Ort der Selbstbegegnung und damit auch der Selbst-Werdung – improvisatorisch zu erschließen.